„Mein Geist jubelt über Gott"

Das wird das Thema des diesjährigen gemeinsamen ACK Gottesdienstes für ganz Kraichtal sein. Alle in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen verbundenen Kraichtaler Gemeinden feiern am Pfingstmontag an einem Ort zusammen einen fröhlichen Gottesdienst. In diesem Jahr wird das am 25.05.2015 um 10.00 Uhr in Oberöwisheim in der Evangelischen Kirche auf dem Ölberg (Ölbergstraße 6) sein.

„Mein Geist jubelt über Gott" – ein Satz der Maria aus dem berühmten Magnifikat. Haben nicht auch wir reichlich Grund, über Gott zu jubeln, uns zu freuen, dass Gott uns das Leben gegeben hat und seinen Heiligen Geist – nicht nur an Pfingsten – der uns begleitet und gut tut?

Euer Pastor Alexander Stavnichuk

Pfingsten: Die Kraft der Freude über Jesus

 
Das Pfingstereignis erinnert uns Christen an unsere Berufung. Jesus sprach zu seinen Jüngern noch bevor der Ausgießung des Heiligen Geistes: „Ihr werdet die Kraft empfangen und meine Zeugen sein." Apg 1, 8.

Jesus will seine Jünger zum vollmächtigen Zeugendienst befähigen. Ein Zeuge ist jemand, der weiß, wovon er redet, weil er selbst gesehen und erlebt hat, wovon er berichtet. So sind Christen: Sie bezeugen, dass Jesus - in Kraft der persönlichen Erfahrung - lebt.

Das irdische Leben Jesu und das Pfingstereignis bleiben in ihrer historischen Einmaligkeit in Vergangenheit. Jedoch das Anliegen des Pfingstereignisses bleibt über alle Zeiten aktuell, nämlich Jesus Christus persönlich und glaubenswürdig zu bezeugen. Dieser Zeugnisdienst kann ganz unterschiedlich aussehen; ob durch das biblische Wort oder durch ein persönliches Beispiel, oder durch eine wortlose Liebestat, oder durch den rigorosen Verzicht auf das, was Jesus Sünde nennt.

Eine Facette des Zeugendienstes bleibt für uns Christen verbindlich. Das ist die Freude über den Glauben an Jesus Christus. Der Apostel Paulus schreibt: „Freut euch in dem Herrn allewege". "Eure Güte lasst Kund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe" Phil 4, 4 - 5.

Diese erlösende Freude ist etwas, was wir künstlich nicht herbeiführen können. Sie ist das Geschenk des Heiligen Geistes. Jedes Mal, wenn wir über Jesus Christus tief nachdenken und begreifen, was wir in ihm haben, dann bewirkt der Heilige Geist in uns eine unbändige Freude, die unserem Leben wieder neuen Sinn gibt.

Pastor Alexander Stavnichuk

Das tote Holz und das neue Leben

 
Ich denke von Zeit zu Zeit darüber nach, ob unsere christliche Tradition Feste zu feiern, eine gründliche Revision benötigt. Das wird deutlich an den zwei naheliegenden Anlässen, die völlig konträre Gefühle auslösen. Ich meine damit den Karfreitag und den Ostersonntag. Am Karfreitag gedenken die Christen des Todes Jesu. Auch wenn dieses Ereignis durch die tiefen geistlichen Worte etwas „erheitert" wird, bleibt der Tod immer der Tod - grausam, finster und schmerzhaft. Doch in drei Tagen wird die Stimmung total anders sein. Wir feiern den auferstandenen Jesus, der uns Menschen ein neues Leben schenkt. Es ist hell, perspektivenvoll und farbenfroh.

 
Ich, persönlich würde diese zwei Anlässe in einem Gottesdienst feiern. Denn wir müssen das Geschehene aus der Perspektive Gottes betrachten. Gott pfropfte am Freitag in den verdorrten Baum einen lebendigen Zweig ein. Dieser Zweig war Jesus, der an den verdorrten Baum starb. Das Kreuz war ja aus dem „toten" Holz. Dieses tote Holz verkörpert das Schicksal aller Menschen. Wir sind ohne Gott wie jenes tote Holz, das dazu bestimmt war, ein Ort des Todes zu sein. Doch Gott fiel auf das tote Kreuz wie ein lebendiger Zweig und drang damit unser menschliches Wesen durch. Am dritten Tag schoss der erste Spross daraus. Der auferstandene Jesus. Was Gott am Karfreitag pflanzte, ging am dritten Tag auf. Hier ist unsere Glaubensgewissheit, dass wir den gleichen Weg wie der Spross Gottes, Jesus Christus gehen werden.

 
„So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in  Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft." 1. Kor 15, 42 - 43

 

Ein frohes Auferstehungsfest!

 
Pastor Alexander Stavnichuk