Gedanken zum Jahreswechsel

 

Die Zeit hat zwei Seiten. Es gibt „gemessene Zeit". Orientiert man sich im Leben nur anhand dieser Zeit, kommt man sich bei jedem Jah- reswechsel wie „beraubt" vor. Denn: Ob wir das wollen oder nicht, jedes Jahr, genau am 31. De- zember, genau um 24 Uhr nimmt die Zeit uns etwas von dem, was für uns den höchsten Wert darstellt, nämlich unser Leben. Eigentlich feiern wir in der Silvesternacht nichts anders als Dieb- stahl in der Schatztruhe unseres Lebens. Ein merkwürdiger Anlass.

Dankbarkeit
– schätze jeden Augenblick deines Lebens!

Wann fangen wir an, kleine Dinge des Lebens wertzuschätzen und für sie dankbar zu sein?

Menschen, die bedingt durch ihre Krankheit oder einen Unfall dem Tod ins Auge geschaut haben, berichten, dass sie danach jede banale Kleinigkeiten des Lebens genossen haben: Menschen auf der Straße, einen Blick in die Natur. Sie waren dankbar für jeden Sonnenschein oder Windhauch. Sie haben entdeckt, dass Leben keine Selbstverständlichkeit ist. Jeder Augenblick des Lebens war für sie ein Glücksfall.

Gott begegnen in der Natur

 

Gottes Sprache in der Bibel ist voller Symbole aus der Natur. Sonne, Regen, Wind, Wasser, an den Bächen wachsende Bäume, leuchtende Sterne im Himmel, Schafe auf dem Feld und hüpfende Kälber – all diese Symbole veranschaulichen die Absicht Gottes. Gott gibt uns Symbole aus der Natur um ihn zu verstehen. Sie dienen uns als Quelle der Ermutigung und Freude. Denn, nur wer die Dürre der Wüste erfahren hat, weiß, warum Gott sich als Quelle des lebendigen Wassers veranschaulicht. Gott begegnet uns in der Natur und spricht zu uns durch sie.